Im September 2025 berichtete die Sendung „Impact Reportage“ von SRF sowie ein begleitender Online-Artikel über angebliche Machtmissbräuche an einer Zürcher Tantra-Schule.

Bereits im Vorfeld hatte die Ombudsstelle die Berichterstattung beanstandet. Mit dem Entscheid der UBI im März 2026 liegt nun eine weitere unabhängige Beurteilung vor.

Die UBI hat die gegen diese Berichterstattung eingereichten Beschwerden gutgeheissen. Der Filmbeitrag wurde einstimmig beanstandet, der Online-Artikel mit deutlicher Mehrheit (8:1 Stimmen).

Offizielle Medienmitteilung der UBI

Die vollständige Medienmitteilung der UBI kann hier eingesehen werden:

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Zentrale Feststellungen der UBI

In ihrer Mitteilung kommt die UBI unter anderem zu folgenden Schlüssen:

  • Die Berichterstattung basierte auf einer einseitigen, selektiven und intransparenten Auswahl von Quellen und Zeugenaussagen
  • Vorhandene Gegenstimmen wurden nicht ausreichend einbezogen
  • Die Schule wurde nicht mit sämtlichen schweren Vorwürfen konfrontiert
  • Die klare Bestreitung einzelner Vorwürfe wurde nicht angemessen berücksichtigt
  • Insgesamt wurden die erhöhten journalistischen Sorgfaltspflichten im Rahmen eines anwaltschaftlichen Journalismus nicht eingehalten

Diese Punkte führten zur Feststellung einer Verletzung des Sachgerechtigkeitsgebots.

Einordnung

Der Entscheid der UBI ist eine rechtliche Beurteilung der journalistischen Sorgfalt und der Frage, ob die freie Meinungsbildung des Publikums auf einer sachgerechten Grundlage erfolgen konnte.

Die UBI kommt zum Schluss, dass dies im vorliegenden Fall nicht ausreichend gewährleistet war.

Weiteres Vorgehen

Zum aktuellen Zeitpunkt liegen die ausführlichen schriftlichen Entscheidbegründungen der UBI noch nicht vor.

Sobald diese veröffentlicht sind, werden wir die Inhalte sorgfältig prüfen und gegebenenfalls ergänzende Informationen bereitstellen.

Transparenz und Verantwortung

Als Ausbildungsinstitut im Bereich der körperorientierten Arbeit ist uns ein verantwortungsvoller Umgang mit sensiblen Themen ein zentrales Anliegen.

Wir begrüssen eine differenzierte und sorgfältige Auseinandersetzung mit unserer Arbeit – sowohl im persönlichen Dialog als auch in der öffentlichen Berichterstattung.

Weiterführende Gedanken

Eine persönliche Auseinandersetzung mit der Thematik und den Hintergründen des Prozesses finden Sie hier:

👉 https://didiliebold.substack.com/p/jenseits-von-richtig-und-falsch-gedanken